Wie tausche ich einen Waschtischarmatur ohne Klempner aus

· 3 min read
Wie tausche ich einen Waschtischarmatur ohne Klempner aus

Ein Waschtischarmaturwechsel gehört zu den wenigen Sanitärarbeiten, die auch handwerklich Ungeübte selbst bewältigen können, ohne sofort einen Profi rufen zu müssen. Bevor Sie beginnen, drehen Sie grundsätzlich den Eckventil unter dem Waschbecken zu – im Zweifel die Hauptwasserleitung. Öffnen Sie anschließend den Wasserhahn, bis kein Wasser mehr nachläuft, um den Druck aus der Leitung zu nehmen. Lösen Sie nun mit einem verstellbaren Rohrzange oder einem Gabelschlüssel die Überwurfmutter, die den flexiblen Schlauch mit dem Ventil verbindet. Achten Sie darauf, dass Sie die Mutter nicht verkanten, sonst beschädigen Sie das Gewinde.  https://evt-pyrotechnik.de/  es helfen, die Verbindung mit etwas Rostlöser einzusprühen und einige Minuten einwirken zu lassen. Haben Sie die Zuleitungen gelöst, schrauben Sie die Befestigungsmutter unter dem Becken ab, die die Armatur von unten fixiert. Bei sehr engen Platzverhältnissen ist ein sogenannter Waschtischschlüssel oder eine lange Zange praktisch, um an die Mutter heranzukommen. Heben Sie die alte Armatur vorsichtig nach oben heraus und reinigen Sie die Ablagefläche gründlich von alten Dichtungsresten und Kalk, denn nur auf einer sauberen Fläche dichtet die neue Armatur zuverlässig ab. In diesem Zusammenhang ist es beruhigend zu wissen, dass die grundlegenden Handgriffe zum Austausch meist weit weniger komplex sind, als man befürchtet, selbst wenn Sie sich sonst nicht mit sanitär und installation beschäftigen.

Nun setzen Sie die neue Armatur ein, wobei Sie unbedingt auf die mitgelieferte Dichtung oder ein Dichtband am Gewinde achten sollten. Führen Sie die beiden flexiblen Anschlussschläuche von oben durch die Bohrung im Waschbecken und achten Sie darauf, dass die Armatur gerade steht. Unter dem Becken legen Sie die Dichtplatte und die U-Scheibe auf und ziehen die Befestigungsmutter zunächst nur handfest an, bis die Armatur stabil sitzt. Erst dann drehen Sie die Mutter mit dem Maulschlüssel nach – aber mit Gefühl, denn zu viel Kraft kann das Keramikbecken beschädigen. Danach verbinden Sie die Schläuche wieder mit den Eckventilen, wobei Sie darauf achten sollten, dass die Überwurfmutter sauber auf dem Gewinde aufliegt und Sie sie ohne Verkantung anziehen. Ein kleiner Trick ist, die Dichtungen in den Schläuchen vorher mit etwas Wasser zu benetzen, damit sie nicht verrutschen. Bevor Sie das Ventil wieder öffnen, stellen Sie sicher, dass alle Verbindungen fest sind, und halten Sie einen Eimer oder ein Tuch bereit. Öffnen Sie dann langsam das Eckventil und prüfen Sie die Verbindungen auf Tropfen. In diesem Moment zeigt sich, ob Sie bei der Montage sorgfältig gearbeitet haben, wobei die grundlegende Logik hinter diesen Anschlüssen selbst für Laien leicht zu durchschauen ist, wenn man einmal die Mechanik verstanden hat, die der gesamten sanitär und installation zugrunde liegt.



Zum Abschluss drehen Sie das Wasser voll auf und testen die Armatur in beiden Positionen, kalt und warm, sowie den Umschaltknopf zur Brause, falls vorhanden. Lassen Sie das Wasser einige Sekunden laufen und kontrollieren Sie anschließend noch einmal alle Verbindungen von oben und unten auf Feuchtigkeit. Sollte eine kleine Undichtigkeit auftreten, ziehen Sie die entsprechende Mutter eine halbe Umdrehung nach – meist ist das bereits die Lösung. Sind alle Dichtungen trocken, haben Sie die Armatur erfolgreich ohne Fremdhilfe getauscht. Denken Sie daran, die alte Armatur ordnungsgemäß zu entsorgen, etwa über den Wertstoffhof. Wenn Sie sich beim ersten Mal unsicher fühlen, fotografieren Sie vor dem Ausbau die alten Schlauchverbindungen, um beim Anschließen eine Referenz zu haben. Für die Zukunft gilt: Wer einmal diese einfache Prozedur durchgeführt hat, dem fällt auch der Wechsel in einem anderen Badezimmer leicht, denn die Prinzipien bleiben stets dieselben. Damit haben Sie nicht nur Geld gespart, sondern auch ein Stück praktische Kompetenz im Bereich sanitär und installation gewonnen, die Ihnen bei künftigen kleinen Reparaturen zugutekommt. Nach einem erfolgreichen Test ist die Arbeit getan, und Sie können das Waschbecken wieder normal nutzen.